Life is the Nonplusultra

Yep.

Tag 7 + 8 – Freakshow

22. / 23.10.2009.
Die letzten beiden Tage kann man eigentlich getrost und am Besten mit “Abhängen per Excellence” beschreiben. 
Dennoch will ich es nicht ganz darauf beruhen lassen. 
Obwohl wir jetzt bereits das dritte Jahr in LA sind und auch schon einen sehr großen Teil der zahlreichen Sehenswürdigkeiten bereist haben, gibt es noch vielen unbesuchte Orte in dieser riesigen Stadt. 

Eine ursprünglich geplante Wine Tasting Tour in Tecemate fiel leider aufgrund einer Arbeitsübermenge bei Mathias ins Wasser, aber als kleine Entschädigung bot er uns einen Ausflug nach Venice Beach an. 

Venice Beach ist wohl einer der bekanntesten Strände von LA, aber sicher nicht wegen dem Strand als solchen – das Wasser hab ich nicht mal gesehen – als vielmehr durch das rege Treiben entlang der Strandpromenade. Wo immer in einem amerikanischen Film braune Muskelmänner Gewichte stämmen, bunt oder knapp bekleidete Mädels auf Inline Skates rumrollen und untalentierte Musiker Besucher mit ihren Machwerken konfrontieren und teilweise sehr aggressive Verkaufstechniken an den Tag legen (leider kann ich hier nicht ins Detail gehen, ohne gleich in eine Rassismuss- bzw. Diskriminierungsfalle zu tappen), dann ist es mit hoher Sicherheit Venice. 
Aber all die Kameras können das Gesamtbild nicht einfangen. Diese Promenade ist einfach ein einziger Jahrmarkt der Absurditäten. Freaks wie es sie irgendwie auch nur in Amerika geben kann. Völlig durchknallte Typen, wahnsinnig viele Obdachlose, Drogensüchtige oder einfach nur verrückte Skater, die irgendwie versuchen mit einem Talent, oder eben mit einem fehlenden Talent, einen Dollar zu verdienen.
Dazwischen unzählige Läden die Sonnenbrillen und T-Shirts mit dämlichen Sprüchen (ganz wie ich sie mag… Tell your boobs to stop starring at my eyes) sowie Tattoo und Botox (!!!) Stores (Botox at the Beach). Des Weiteren wurde inzwischen Cannabis in LA legalisiert. For medical use only… Natürlich! Also gibt es selbstverständlich in Venice noch reihenweise “Fachärzte” dafür und die passenden Shops mit entsprechenden Utensilien. 
Irgendwo zwischen all dieser Reizüberflutung steht Muscle Beach. Der Ort, an dem sich einst der Gouvaneur von Kalifornien seine Zeit vertrieben hat. Und in meiner Vorstellung war Muscle Beach immer ein eigener Strandabschnitt, aber nein, es ist nur ein winziges, lausiges Outdoor Kraftstudio, in dem Möchtegern-Schwarzeneggers um die Wette prollen.

Insgesamt ist Venice Beach aber eine interessante Erfahrung und auf jeden Fall sehenswert. Abends würde ich mich dort jedoch keinesfalls rumtreiben. 

Der folgende Tag war, wie eingangs erwähnt, sehr ruhig und endete mit einigen Leuten in diversen Bars in Manhattan Beach.

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