Life is the Nonplusultra

Yep.

Day 1 – The Arrival

16.10.2009:
Es regnet wie aus Kübeln und mt eisigen 4 Grad Celcius kratzt die Temperatur eigentlich schon die ganze Woche an der Gefriergrenze. Es lässt sich nicht länger leugnen: der Sommer 2009 ist vorbei und der Winter, dieses alte Arschloch, scheint den Herbst gleich übergangen zu haben, sodass sich selbst sommergrüne Bäume fiesen Frostattacken stellen müssen. Es ist also das richtige Wetter, um sich für 2 Wochen in sonnigere Gefilde abzusetzen, also ab nach Californ-i-a!

 
Die Reise insgesamt ist nicht weiter beschwerlich, zieht sich nur etwas in die Länge. Vor uns sitzt eine Familie mit 3 Kinder, die abwechselnd, aber insgesamt 4 Stunden ununterbrochen schreien und dabei scheinbar versuchen, neue Lautstärkerekorde aufzustellen. Der Volumeknopf der Kopfhörer arbeitet am Maximum, bleibt aber Chancenlos. Irgendwann schlafen sie ein und Ruhe kehrt ein. Der Filmmarathon geht entspannt weiter. 
Nach ca. 19 Stunden Reisezeit, haben wir wieder unser Quartier im Surf City Hostel am Strand an der Pier Avenue von Hermosa Beach bezogen. Auf dem ersten Blick, hat sich nicht verändert: die gleichen Bars, der gleiche Typus an Leuten und direkt am Strand die gute alte Mermaid Bar.
 
Die Veränderungen sind mehr unter der Haube, aber positiver Natur. So verfügt das Hostel inzwischen über WLAN, was natürlich nicht im ganzen Hostel, wie etwa unserem Zimmer, funktioniert. Des Weiteren gibt es Mietfahrräder für 10$ pro Tag und Waveboards for free gegen Deposit.
 
20.30 Uhr Ortszeit machen wir uns, nach kurzem Check-In Prozedere, mit freudiger Erwartung auf den Weg die 20 Meter vom Hostel zum Mermaid und direkt zur Bar. So stoßen wir gleich zur Begrüßung mit Charlie & Co mit eiskaltem Corona an, gefolgt von einigen Shots Jägermeister. Gegen 0 Uhr trennen sich unsere Wege wieder. Die Amis machen schlapp und man will angeblich Kräfte schonen fürs Oktoberfest in Torrance am nächsten Tag.
 
Wir fühlen uns aber noch durstig und ziehen weiter in einen Schuppen aus dem laute Live-Musik mit viiiiel Soul und Funk dröhnt. 10$ Cover Charge pro Nase und rein. Der Laden ist voll, laut, dunkel und stickig. So mag ich das. Ein Stempel am Handgelenk zeigt mir die Buchstaben “CB”. Das B steht für Bar, so viel weiß ich noch. Dem C werde ich heute noch mal nach recherchieren. 
Wir schieben uns durch die Leute zielorientiert in Richtung Tresen voran. Dort begegnet uns ein alter Bekannter wieder. Der Arrogan Bastard besticht und provoziert mit großen weißen Lettern am tiefschwarzem Zapfhahn. Wir nehmen 2 und es schmeckt herzergreifend beschissen. War das letztes Jahr denn schon so? Nachdenklich leeren wir, der Musik lauschend, den Pint. Dennoch verrichtet der Bastard ganze Arbeit und schlägt uns, wie der letzte Sargnagel, die Augenlider fest zu. Also nichts wie raus aus der Bar. Nun noch ab zum Pizzamann und ein Slice Chicken BBQ auf die Hand. Danach zum “Späti” um die Ecke, um noch etwas Wasser und ne Herrenhandtasche – Six Pack “St. Pauli Girl” – zu erstehen.

Das war ein guter erster Abend und wir fallen unmittelbar in den Tiefschlaf, um am nächsten Tag bei bestem Strandwetter mit strahlend blauem Himmel und ca. 25 Grad zu erwachen und den Tag mit einem ausgewogenem Frühstück zu beginnen. Prost.

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